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Die Erotik

Die Erotik

Paperback

General Psychology

ISBN10: 3640189981
ISBN13: 9783640189984
Publisher: Grin Verlag
Published: Oct 20 2008
Pages: 70
Weight: 0.23
Height: 0.17 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Klassiker aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Psychologie - Sonstiges, Sprache: Deutsch, Abstract: Lou Andreas-Salomé (* 12. Februar 1861 in Petersburg, + 5. Februar 1937 in Göttingen) war eine deutsche Schriftstellerin, Erzählerin und Essayistin. Auszug: Man mag das Problem des Erotischen anfassen wo man will, stets behält man die Empfindung, es höchst einseitig getan zu haben. Am allermeisten aber wohl dann, wenn es mit Mitteln der Logik versucht wurde: also von seiner Au enseite her. Bedeutet das an sich ja schon: so lange und so viel unmittelbare Lebendigkeit der Eindrücke abziehn, bis man sich in bequemster Übereinstimmung mit einer möglichst gro en Gesellschaft befindet. Oder anders ausgedrückt: die Dinge genügend unsubjektiv, genügend fremd von uns selber vorstellen, um anstatt der Ganzheit, Unzerstücktheit einer Lebensäu erung, ein auseinanderlegliches Stückwerk zu erlangen, das sich eben hierdurch im Wort fest fixieren, praktisch sicher handhaben, einseitig-total überblicken lä t. Nun mu aber diese nämliche Darstellungsmethode, diese notgedrungen alles verstofflichende, entseelende, auch auf das angewandt werden, was uns im nähern nur subjektiv bekannt, nur individuell zu erleben möglich ist, was wir deshalb gewöhnt sind als die geistigen oder seelischen Eindrücke von den Dingen zu bezeichnen, d. h. einfach: die Eindrücke sofern und soweit sie sich grade ihr prinzipiell entziehen. Um der Übereinstimmung willen, die dabei erzielt werden soll, können wir auch solchen andersartigen Wirkungen [6] immer nur wieder auf Grund dieser einen Wirkung erklärend beikommen, während alles Sonstige, was von ihnen ausgesagt werden könnte, nur gelten darf als Ergänzung im schildernden Sinn, - die, wie sie sich der logischen Übereinstimmbarkeit im übrigen auch anpasse, doch selbst mit deren formaler Hilfe nur mehr oder weniger subjektiv überzeugen kann. Für das Problem des Erotischen aber ist diese widerspruchsvolle Halbheit, Halbierung, noch besonders typisch insofern, a

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