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Gottfried Kellers Novelle "Romeo und Julia auf dem Dorfe". Geschichte einer unglücklichen Liebe

Gottfried Kellers Novelle "Romeo und Julia auf dem Dorfe". Geschichte einer unglücklichen Liebe

Paperback

Literary CriticismGeneral Reference

ISBN10: 3656665877
ISBN13: 9783656665878
Publisher: Grin Verlag
Published: Jun 16 2014
Pages: 36
Weight: 0.13
Height: 0.09 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Wissenschaftliche Studie aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen, Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover (Philosophische Fakultät), Sprache: Deutsch, Abstract: Mit der Erzählung Romeo und Julia auf dem Dorfe nahm Gottfried Keller das traditionsreiche Motiv zweier junger Menschen auf, deren Liebe sich wegen der unüberwindbaren Feindschaft zwischen ihren Familien nicht verwirklichen kann und deren gemeinsamer Weg unwiderruflich auf ein tragisches Ende zuläuft. Dieses Grundmotiv wird in zwei miteinander verflochtenen und verwobenen Handlungssträngen entwickelt. Ausgangsbasis und Ursache dieses unaufhaltsamen Verfallsprozesses ist die Streitgeschichte der Väter, mit der sie sich selbstzerstörerisch auf abschüssiger Bahn ins materielle und moralische Elend und ins gesellschaftliche Abseits manövrieren und ihren Kindern die Aussicht auf eine gemeinsame Zukunft zerstören. Der zweite Handlungsstrang, die Liebesgeschichte der beiden Kinder, bildet die verhängnisvolle Fortsetzung dieser gestörten Familienbeziehung im Sinne einer sich fortzeugenden Schuld, die sich auf die nachfolgende Generation überträgt und sie dazu führt, im Gegensatz zu dem einstmals erlebten Zustand kindlicher Unschuld ihrerseits Schuld auf sich zu laden und das erlittene Leid zu vergrö ern. Dieses Geschehen spielt sich auf einem zeitgeschichtlichen Hintergrund ab, in dem das rigide Werte- und Normensystem der bäuerlichen Welt den Liebenden keine Möglichkeit lässt, ihr Zusammenleben in gesellschaftlich sanktionierte Bahnen zu lenken. Damit wird ihre gleichsam schicksalhaft vorbestimmte und zugleich unmögliche Liebe zu ihrem Verhängnis, dem sie nicht entfliehen können. Der Autor war sich darüber im Klaren, dass er sich mit dem auf Shakespeares berühmtes Drama anspielenden Titel seiner Erzählung auf eine jener Fabeln eingelassen hatte, auf welche die gro en alten Werke gebaut sind (Einleitung zur Erzählung, Seite 3). Er löste den Stoff jedoch aus dem

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