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Grimmelshausens "Vogelnest" und "Galgen-Männlin". Gottesfurcht, magisches Weltbild und Aberglaubenskritik

Grimmelshausens "Vogelnest" und "Galgen-Männlin". Gottesfurcht, magisches Weltbild und Aberglaubenskritik

Paperback

General Reference

ISBN10: 3346868214
ISBN13: 9783346868213
Publisher: Grin Verlag
Published: Apr 26 2023
Pages: 24
Weight: 0.10
Height: 0.06 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Studienarbeit aus dem Jahr 2021 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Eine trennscharfe Unterscheidung zwischen Glauben und Aberglauben, zwischen Religion und Volksmagie, ist in der Frühen Neuzeit nicht ganz einfach. Auch der literarische Umgang mit dem Spannungsfeld zwischen Glauben und Aberglauben im ersten Teil von Grimmelshausens Vogelnest bedarf noch einer genaueren Untersuchung. Es ergeben sich die Fragen, ob und inwiefern der Text hier letztlich eine trennscharfe Unterscheidung anbieten kann und inwiefern dieses Spannungsfeld zwischen Glauben und Aberglauben womöglich auch für die satirischen und lehrhaften (Bekehrungs-)Zwecke des Romans instrumentalisiert wird. Diesem Diskurs über Glauben und Aberglauben mitsamt dem darin enthaltenen definitorischen 'Vakuum' soll diese Arbeit nachgehen. Dazu soll der Glaubens-Aberglaubens-Diskurs zunächst historisch-kulturell kontextualisiert werden, bevor dieser im ersten Teil von Grimmelshausens Vogelnest einer näheren Analyse unterzogen wird. Schlie lich wird diese Arbeit ein besonderes Augenmerk auf Grimmelshausens Aberglaubenskritik legen und zu diesem Zweck auch einen knappen Blick in den zweiten Teil des Vogelnest-Romans sowie in Grimmelshausens Galgen-Männlin werfen. Der fiktive Erzähler und Besitzer des Vogelnests macht im ersten Teil von Grimmelshausens Schelmenroman Das Wunderbarliche Vogelnest keinen Hehl daraus, dass er seiner Leserschaft etwas beybringen möchte; dass es ihm lieb sei, wenn der Leser demselben was ich ihn hierinn zu lehren bedacht / nachzukommen sich befleist. Was das für Lehren sind, liegt dabei auf der Hand: In einem satirischen Spiel mit den soziokulturellen Umständen der Zeit nach dem Drei igjährigen Krieg verleiht der fiktive Erzähler wieder und wieder dem Postulat 'christlichen' Handelns Nachdruck. Dass bei den erwähnten sozikulturellen Umständen im 17. Jahrhundert ein profunder Abe

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