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Heidi: Heidis Lehr- und Wanderjahre

Heidi: Heidis Lehr- und Wanderjahre

Paperback

Literary CriticismGeneral Reference

ISBN10: 3640231082
ISBN13: 9783640231089
Publisher: Grin Verlag
Published: Dec 15 2008
Pages: 184
Weight: 0.54
Height: 0.42 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Klassiker aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Veranstaltung: -, Sprache: Deutsch, Abstract: Zum Alm-Öhi hinauf. Vom freundlichen Dorfe Mayenfeld führt ein Fu weg durch grüne, baumreiche Fluren bis zum Fu e der Höhen, die von dieser Seite gro und ernst auf das Thal herniederschauen. Wo der Fu weg zu steigen anfängt, beginnt bald Heideland mit dem kurzen Gras und den kräftigen Bergkräutern dem Kommenden entgegenzuduften, denn der Fu weg geht steil und direkt zu den Alpen hinauf. Auf diesem schmalen Bergpfade stieg am hellen, sonnigen Junimorgen ein gro es, kräftig aussehendes Mädchen dieses Berglandes hinan, ein Kind an der Hand führend, dessen Wangen so glühend waren, da sie selbst die sonnverbrannte, völlig braune Haut des Kindes flammendrot durchleuchteten. Es war auch kein Wunder: Das Kind war trotz der hei en Junisonne so verpackt, als hätte es sich eines bitteren Frostes zu erwehren. Das kleine Mädchen mochte kaum fünf Jahre zählen; was aber seine natürliche Gestalt war, konnte man nicht ersehen, denn es hatte sichtlich zwei, wenn nicht drei Kleider übereinander angezogen und drüberhin ein gro es, rotes Baumwollentuch um und um gebunden, so da die kleine Person eine völlig formlose Figur darstellte, die, in zwei schwere, mit Nägeln beschlagene Bergschuhe gesteckt, sich hei und mühsam den Berg hinaufarbeitete. Eine Stunde vom Tal aufwärts mochten die Beiden gestiegen sein, als sie zu dem Weiler kamen, der auf halber Höhe der Alm liegt und hei t. Hier wurden die Wandernden fast von jedem Hause aus angerufen, einmal vom Fenster, einmal von einer Haustüre und einmal vom Wege her, denn das Mädchen war in seinem Heimatort angelangt. Es machte aber nirgends Halt, sondern erwiderte alle zugerufenen Grü e und Fragen im Vorbeigehen, ohne still zu stehen, bis es am Ende des Weilers bei dem letzten der zerstreuten Häuschen angelangt war. Hier rief es aus einer Tür: Wart' einen Augenblick, Dete, ich komme mit, wenn d

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