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Inszenierung und Ambivalenz. Weiblichkeitsentwürfe in Irmgard Keuns "Das kunstseidene Mädchen"

Inszenierung und Ambivalenz. Weiblichkeitsentwürfe in Irmgard Keuns "Das kunstseidene Mädchen"

Paperback

Literary CriticismGeneral Reference

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ISBN10: 3346083608
ISBN13: 9783346083609
Publisher: Grin Verlag
Published: Jan 22 2020
Pages: 56
Weight: 0.19
Height: 0.13 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2018 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,0, Bergische Universität Wuppertal, Sprache: Deutsch, Abstract: In der Weimarer Republik zeigen sich nicht nur auf politischer und wirtschaftlicher Ebene beträchtliche Veränderungen. Auch im Hinblick auf die weibliche Bevölkerung gab es gro artige Reformen, die es den Frauen ermöglichten, sich neu zu finden und eigene Prinzipien zu entwickeln - ganz unabhängig vom Mann. Die moderne Neue Frau lie mithilfe ihrer Bildung, ihrem Auftreten, aber vor allem ihrer Erscheinung die gesellschaftlichen Schichtunterschiede verschwimmen, wodurch auch der ehrgeizige Wunsch wuchs, vom Klein- in das Gro bürgertum aufzusteigen. Dieser neuen Erscheinung und dem Ziel, mit konventionellen Grenzen zu brechen, nimmt sich Irmgard Keun in dem Roman Das kunstseidene Mädchen (1932) an. Ihre Protagonistin, die aus personaler Erzählsicht ihre Erfahrungen auf ihrem Weg ein Glanz zu werden, mit dem Leser teilt, wird in der Literaturwissenschaft oftmals als Repräsentantin dieser Neuen Frau definiert. Keun thematisiert in ihrem Roman nicht nur den Bruch mit sozialen Gruppen, sondern legt die Hindernisse, auf die ein unterprivilegiertes Mädchen treffen kann, offen dar. Wie bereits vermutet werden kann, ist die Möglichkeit, in das Gro bürgertum aufzusteigen, nur den wenigsten vorbehalten und gleicht vielmehr einer Illusion. Da die Protagonistin Doris als Repräsentantin der Neuen Frau diesem Ideal folgt, erschien es interessant, ihre fiktive Persönlichkeit genauer zu betrachten, um überprüfen zu können, ob es sich eventuell nicht doch nur um eine Anlehnung an den neuen modernen Frauentyp handelt, oder ob die Protagonistin tatsächlich dem theoretischen Abbild entspricht. Deshalb ist Ziel dieser Arbeit nachzuweisen, dass die fiktionale Doris ambivalente Persönlichkeitsmerkmale aufweist, wovon manche dem Charakter der Neuen Frau entsprechen, andere wiederum konventionelle Ansichten repräsentieren und

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