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Nepotismus unter Alexander VI. Zur Familienpolitik der Borgia-Dynastie

Nepotismus unter Alexander VI. Zur Familienpolitik der Borgia-Dynastie

Paperback

Medieval & Renaissance History

ISBN10: 3668268061
ISBN13: 9783668268067
Publisher: Grin Verlag
Published: Aug 23 2016
Pages: 28
Weight: 0.11
Height: 0.07 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Studienarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1,0, Universität Mannheim (Historisches Institut), Veranstaltung: PS Das Papsttum im Mittelalter, Sprache: Deutsch, Abstract: Welchen Anlass gaben die beiden Borgia-Päpste Calixtus III und Alexander VI ihren Zeitgenossen, das Andenken an sie in beträchtlichem Ma e negativ zu beeinflussen? Die Antwort auf diese Frage liegt in deren Familienpolitik. Hatte der in der Forschung als erster Papst der Renaissance angesehene Nikolaus V (1447-1455) jeglicher Art von Nepotismus abgesagt, so gewann diese Art der Ämterbesetzung in der Kurie unter seinem Nachfolger auf dem Stuhle Petri Calixtus III (1455-1458) erheblichen Einfluss. Für den Emporkömmling aus Játiva (Valencia), der unter Papst Eugen IV. unter anderem durch den Kampf gegen die Expansion der Osmanen erheblichen Einfluss gewonnen hatte, galt es als eine Art Versicherung, am Hofe des Papstes Verwandte, also Nepoten einzusetzen. Eine zentrale Rolle kam hierbei seinem Neffen Rodrigo Borgia zu, dem er neben der Kardinalswürde auch das Amt des Vizekanzlers verlieh. Auch Rodrigo Borgia setzte, nachdem er selbst die Cathedra Petri verliehen bekommen hatte, seine eigenen Kinder gezielt ein, um seine Machtinteressen in Italien und dem restlichen Wirkungsbereich der Kirche durchzusetzen. Hierbei überstieg er jedoch alle Formen des Nepotismus seiner Vorgänger um ein weites. Denn Rodrigo Borgia pflegte - selbst nach der Wahl zum Papst - eine einer offensichtlichen Ehe nahekommende Beziehung zu der römischen Matrona Vanozza de Cattanei, der Mutter seiner illegitimen Kinder Juan, Cesare, Lucrezia und Jofré. Darüber hinaus stellten diese Kinder einen bedeutenden Teil seiner Familienpolitik dar. Der Älteste, Juan Borgia, war bis zu seinem Tod 1497 für die Ausübung weltlicher Ämter vorgesehen, während Cesare zunächst das Amt des Kardinals verliehen wurde -ähnlich wie bei Rodrigo Borgia selbst durch seinen Onkel. In dieser Arb

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