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Regionale Modernisierungspolitik: Nationale Und Internationale Perspektiven

Regionale Modernisierungspolitik: Nationale Und Internationale Perspektiven

Paperback

General Political Science

ISBN10: 3810014443
ISBN13: 9783810014443
Publisher: Springer Nature
Published: Jan 31 1996
Pages: 349
Weight: 0.93
Height: 0.73 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Die Geographie des Kapitalismus hat sich während der letzten Dekaden un- zweifelhaft verändert. Das Sichwort der Globalisierung bezeichnet seit Mitte der 70er Jahre eine neue Etappe in der Beseitigung nationaler Barrieren und der Erweiterung ökonomischer Austauschbeziehungen im Weltmarktzu- sammenhang. Die industrielle Fertigung selbst ist mit der zunehmenden Loslösung von ihrer natürlichen Ressourcenbasis standortunabhängiger ge- worden. Neue Produktions- und Kommunikationstechnologien sind ubiqui- tär verfügbar und erleichtern die Durchsetzung weltweiter Arbeitsteilungen. Noch schneller als die industrielle Güterproduktion haben sich die Kapital- märkte auf internationaler Ebene etabliert. Kapitalflu und transferierbare Finanzmittel entziehen sich dabei bereits seit langem in gro em Ma stab ei- ner effektiven Kontrolle im Rahmen politischer Grenzziehungen. Die nationale Staatenwelt hat vor diesem Hintergrund erheblich an traditionellen ökonomischen Steuerungspotentialen eingebü t. Auf konti- nentaler Ebene sind Wirtschaftsgemeinschaften entstanden, die sich entwe- der wie die NArr A vorrangig als Freihandelszonen verstehen oder wie die EG mit Ihrem Schritt zur Europäischen Union zaghaft politische Steue- rungskapazitäten ausbilden. Um Japan formieren sich die neu industriali- sierten Staaten Südostasiens zu einem weiteren gro regionalen Wachstums- pol, dem politische Konturen noch fehlen. Die post-kommunistischen Staa- ten Osteuropas und Asiens haben sich dem privatwirtschaftlichen Marktzu- sammenhang geöffnet, ohne da dabei bereits in jedem Fall moderne, das Sozialgefuge stabilisierende und interventionsfahige Staatsorganisationen entstanden wären. Das gleiche gilt in vielen Bereichen fur die Länder des Südens, wo - mit Ausnahme der RohstofIproduzenten und neuen Moderni- sierungsgewinner - die Armutskluft zum reichen Norden weiter wächst.

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