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Symbiose: Aus: Flügel auf! Novellen

Symbiose: Aus: Flügel auf! Novellen

Paperback

Literary CriticismGeneral Reference

ISBN10: 364023457X
ISBN13: 9783640234578
Publisher: Grin Verlag
Published: Dec 18 2008
Pages: 64
Weight: 0.21
Height: 0.15 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Klassiker aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Sprache: Deutsch, Abstract: Erstmalig erschienen 1895. Auszug: Lieber Axel Du wirst einen gerechten Schrecken bekommen, da ich Dir schon wieder schreibe, ohne Papa und Mama, aber, wei t Du, es ist etwas, was in den vorgestrigenoffiziellenBrief nicht hereinpa te und was ich doch nothwendig beantwortet haben möchte. Ich kann niemand als Dich danach fragen, sie sind hier alle so dumm, die Eltern natürlich ausgenommen, aber die wundern sich immer so über meineungelegten Eier, oder sie werden grimmig, und dann kann man ja überhaupt nichts mehr besprechen. Sie sind ja schrecklich gut, und ich wei , da Mama alles für unser Glück thäte, aber da ich selber etwas dafür thue, das will sie nicht, da stellt sie sich gleich so zu sagen auf ihre kleinen Hinterbeine und drückt mich mit einem Wort, mit einem Blick in das erste beste Mauseloch hinunter. Ich bin so furchtbar traurig, so zwiespältig, wei t Du; ich möchte ihr ja gern zu Dank leben, alles zu Willen thun, wie sie Papa alles zu Willen thut, aber wenn auch immer Dinge von mir verlangt werden, die ich nicht leisten kann, dann fühlt man sich so - so fremd in der eigenen Familie Ach, ich erschrecke selbst vor dem grä lichen Wort. Fremd Und es ist doch wahr Aber wie furchtbar würde es Mama kränken, wenn sie wü te, da ich solche Gedanken habe. Und noch dazu mu ich immer lustig sein; ich komme mir manchmal wie ein Hanswurst vor, der für Kost und Kleidung - so eine Art Hofnarr, wei t Du Pfui, wie greulich, mit solchen Gedanken zu lachen und Unsinn zu machen Aber sonst sagen sie gleich: Na, Lisbeth, Dir ist wohl heute die Petersilie verhagelt?Selbst die kleine Frieda fängt schon so an: Lisbeth, bist heute gar nicht lächerlich, hast wohl schon wieder Kopfweh?Und plötzlich, wie auf Kommando, sehen mich alle an, und jeder findet was anderes: dann soll ich bla sein, dann roth, Papa sagt gewöhnlich grün; ich läse zu viel, ich sollte mich li

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